Können junge Studenten Sozialunternehmen wie nestwärme bei ihrer Weiterentwicklung unterstützen? Ja! Sie schauen hin, denken nach und finden Lösungen. Seit knapp einem Jahr arbeitet nestwärme in Trier mit der studentischen Unternehmensberatung „Contact and Cooperation“ zusammen. Eine Verbindung, von der beide Seiten profitieren.

Contact and Cooperation 1Trier. Lebendige Praxis statt theoretischer Konzepte: Die studentische Unternehmensberatung „Contact and Cooperation“ bietet Studenten die Möglichkeit während ihres Studiums echte Praxiserfahrung in der Zusammenarbeit mit Unternehmen zu sammeln – und den Unternehmen wiederum die Chance, eigene Problemstellungen mit den Augen der Studenten zu untersuchen und Lösungen zu finden.

Auch nestwärme begeisterte dieser Ansatz und deshalb stellten nestwärme-Gründerin Petra Moske und Dirk Hense im vergangenen April das Sozialunternehmen und die erste Aufgabe in einem Projektforum der Universität Trier rund 100 Studenten vor. Hier präsentierten sich auch anderen Firmen wie z.B. Bitburger, Hochwald oder KPMG Lux. Im Anschluss konnten sich die Studenten dann – nach Interesse – auf ein Projekt bewerben. So entstand ein Team aus sieben Mitgliedern, die gerne für nestwärme aktiv werden wollten. Sie alle kannten das Sozialunternehmen vorher nicht und die Arbeit an der Aufgabe erfolgte in ihrer Freizeit.

Erstes Projekt: Gewinnung und Bindung von Ehrenamtlichen

Contact and Cooperation 2Über das Sommersemester hinweg beschäftigte sich die Gruppe mit der Aufgabe, eine Strategie zur nachhaltigen Gewinnung und Bindung von ehrenamtlichen Mitarbeitern für das nestwärme-Netzwerk zu entwickeln – und daraus einen Maßnahmenplan zu erarbeiten.

Geleitet wurde das Projekt von BWL-Studentin Sabine Schlacht. Sie ist Mitglied bei contact and cooperation und hatte sich intern auf die Projektleitung beworben. „Als Erstprojekt, das mir zur Leitung überlassen wurde, hätte ich mit nestwärme e.V. keinen herzlicheren Partner finden können. nestwärme wird hier nicht nur auf dem Papier gelebt, sondern bei der gesamten Zusammenarbeit“, beschreibt sie ihre Erfahrung. „Für ein Sozialunternehmen zu arbeiten, war besonderer Anreiz für alle Gruppenmitglieder der vergangenen und gegenwärtigen Projektgruppe. Zu sehen, dass diese Arbeit für den guten Zweck gebraucht und wertgeschätzt wird, ist nicht selbstverständlich.“

Und das wird sie in der Tat: Denn ein Ergebnis der Gruppen war die Entwicklung neuer Plakate, mit denen nestwärme auf Ehrenamtsmessen um Kompetenz- und TalentSchenker wirbt. So kommen die Ideen der Studenten heute ins echte Leben und nestwärme profitiert umgekehrt von den potentiellen „Volunteers“ von morgen.

Engagement über das Projekt hinaus

Es lohnt sich also, junge Menschen von außen auf und in das Netzwerk schauen zu lassen und ihre Impulse zur Weiterentwicklung aufzugreifen. Und umgekehrt ist es für die Studenten eine Erfahrung mit Langzeitwirkung. Denn sie engagierten sich über das Projekt hinaus auch ehrenamtlich für nestwärme – z.B. beim Verkauf der Enten- und Patenscheine für das 2. Trierer Entenrennens, durch Standdienst am nestwärme-Stand während dieser aber auch anderer von nestwärme initiierten Veranstaltungen in der Region Trier.

Im Wintersemester 2015/16 wird nun schon das zweite Aufgabe bearbeitet: Die Studenten entwickeln ein Konzept und eine Vermarktungsstrategie für eine webbasierte Begegnungsplattform. nestwärme freut sich über die Ideen und das hohe Engagement der Studenten und auf die weitere Zusammenarbeit.