MITmacher im Portrait: Die Hamburger Band Rükkenwind – „Anders sein ist etwas Schönes“

Vor fünf Jahren gründeten Christian Penno und René von Hagen die Band Rükkenwind. Seitdem verfolgen die Hamburger ehrgeizig ihren Traum von der Musik. Von Anfang an unterstützten sie dabei nestwärme – und wer die heute 5-köpfige Band einmal live erlebt hat, spürt: Diese Jungs meinen es ernst. Sie sind wahnsinnig nett, unglaublich lustig und ihre Verbindung zu nestwärme ist echt und beständig. Wie „Rückenwind“ eben sein muss!

Hamburg. „Musik ist die Batterie meines Lebens“, sagt Sänger und Gitarrist Christian Penno. 2010 gründete er mit seinem langjährigen Freund René von Hagen – damals gerade 21 – die Band Rükkenwind. Deutsch Rock Pop nennen sie ihren Musikstil. Handgemacht, von der Seele gesungen und authentisch. So wie die Jungs selbst. Die Musik verbindet sie und ist ihr gemeinsames berufliches Ziel. „Ich liebe es auf der Bühne zu stehen und eigene Songs zu singen, die eigene Gefühle und erlebte Geschichten behandeln. Das ist Magie!“ Und ihre Magie ist ansteckend: Denn von Anfang an engagierten sie sich auch für nestwärme – mit eigens geschriebenen Liedern, Auftritten in Trier oder Hamburg, bei Treffen oder öffentlichen Veranstaltungen wie Charity-Konzerten. Wo immer sie auftauchen, fliegen ihnen die Herzen zu. Manager, Sänger und Percussionist René von Hagen schafft es dabei mühelos, eine Gruppe von 50 Leuten zu unterhalten.

  1. Seit wann unterstützt Ihr als Band nestwärme und wie kam es dazu?

René von Hagen: Die Nachbarin von Christian in Hamburg, Anja Lamm, hat uns quasi infiziert. Sie war viele Jahre bei nestwärme engagiert und hat uns davon erzählt. Wir waren sofort begeistert und fragten gleich „Wo sollen wir unterschreiben?“. Und so fing alles an.

  1. Was verbindet Euch mit nestwärme? Warum unterstützt Ihr das Sozialunternehmen?

Christian Penno: Wir finden es super, wenn sich Menschen für andere Menschen, die es nicht so leicht haben im Leben, stark machen. Das Wertvollste was wir haben, ist nicht der Porsche vor der Tür, die fette Villa oder die Millionen auf der Bank – nein! Das wertvollste, was wir Menschen haben, ist Zeit. Denn keiner weiß, wie viel Zeit noch auf unserem Konto ist. Und deshalb sollten wir unsere Zeit sinnvoll nutzen.

  1. Wie unterstützt Ihr nestwärme konkret?

Thorben Korn: Da wir sehr eingespannt sind mit der Musik, können wir leider keine Zeit schenken – wie andere bei nestwärme. Uns bleibt daher nur, die nestwärme-Botschaft in die Welt zu tragen und auf unseren Konzerten von nestwärme erzählen. Ebenso kommen einige Taler von unseren CD-Verkäufen nestwärme zu Gute.

  1. Gibt es ein besonders bewegendes Erlebnis bei nestwärme, das Euch geprägt hat?

René: Jedes Erlebnis mit nestwärme ist bewegend. Es ist einfach der Wahnsinn, dass es so viele tolle Menschen gibt, die sich sozial engagieren. Und dass man mit ihnen auf einer Wellenlänge ist, auch wenn man vielleicht nicht der Schönste, Stärkste oder Tollste ist. Man wird trotzdem als Teil des Nestes gesehen und das ist toll!

  1. Hattet Ihr vor Eurem Engagement schon Berührungspunkte mit chronisch kranken oder behinderten Kindern bzw. ihren Familien? Kennt Ihr das Gefühl „anders“ zu sein?

René: Ich habe oft mit behinderten zusammen gearbeitet in verschiedenen Produktionen (Anmerkung: René ist auch Stuntman und Entertainer) und ich finde das super. Leute mit einer Behinderung holen dich auf den Boden zurück, wenn du voller Stress ‚kurz vor der Milchstraße’ bist. Anders sein ist etwas Schönes. Bei Autos und Klamotten wollen immer alle was anderes, aber der Mensch darf nicht anders sein?

  1. Worin besteht der „Gewinn“ für Euch? Hilft es einer jungen Band heute sozial engagiert zu sein?

Christian: Der Gewinn besteht in erster Linie darin, dass man morgens aufstehen kann und im Spiegel jemanden sieht, auf den man auch schon ein bisschen stolz sein kann, weil er sich sozial engagiert!

René: Klar ist es auch so, dass die Leute denken ‚Wow, die Jungs sind ja nicht nur am Quatsch machen, sondern haben auch noch sozial was in der Birne’. Am heutigen Musik- und TV-Markt sind Typen gefragt, Persönlichkeiten mit Ecken und Kanten, echte Menschen und keine zurecht geschnippelten Kasperlepuppen. Und das sind wir: Jeder von uns ist echt.

  1. Wie ist das Bandgefühl untereinander? Was verbindet Euch?

René: Wir sind zu zweit gestartet, Christian und ich, dann kam 2012 Thorben dazu, dann Martin 2013 und Daniel 2014. Wir sind heute fünf Spinner auf einem Haufen, total verschieden – nur bei der Musik sind wir alle gleich. Das ergibt ein super Gefühl! Wir mögen uns total gerne, da wir jedem den Raum lassen, den er braucht. Uns verbindet der Gaube an die Sache Rükkenwind.

Christian: Ich kenne René jetzt seit über zehn Jahren, seit gut acht Jahren machen wir zusammen Musik. Wir haben uns schon Hotelbetten, Deos, Jägermeister und Bier geteilt. Muss ich da noch viel mehr sagen? (lacht)

  1. Was ist Euer großer Traum?

René: Dass wir mit Rükkenwind Erfolg haben, Millionen verdienen und damit Gutes tun und nestwärme unterstützen können!

 

Vielen Dank für das Interview und Euch weiter viel Erfolg!

Mehr zu Rükkenwind:

www.rükkenwind.de oder Facebook: Rükkenwind

Veröffentlichungen: Singles „Sieh dir alles genau an“ und „Neubeginn“ und erstes Album „Sorgenfrei“ (erschienen am 7. März 2015)

Christian Penno (26, aus Hamburg): Gitarre, Gesang, Produktion und Vermarktung

René Von Hagen (27, aus Hamburg): Manager, Gesang, Background und Percussion

Thorben Korn (21, aus Hamburg): Keyboard, Klavier und Akkordeon

Martin Keller (29, aus Helmstedt): Bass

Daniel Möhrke (25, aus Westerland): Schlagzeug

2016-10-24T19:56:49+00:00