Sie sind die aktiven Schnittstellen zu den Familienpaten und das Bindeglied zur Trierer Zentrale: die ehrenamtlichen TeamleiterInnen und ModeratorInnen in den Nestern. Vom 13. bis 15. November fand nun das erste bundesweite Treffen dieser Gruppe in Hamburg statt – ein Wochenende zum Austausch, Informieren, Vernetzen und gemeinsamen Spaßhaben in der schönen Hansestadt. Mehr davon!

DSC03084Hamburg. Das erste bundesweite Treffen der TeamleiterInnen und ModeratorInnen aus neun Nestern der Republik hielt, was es versprach: Gebündelte Informationen zu aktuellen Themen, persönlicher Austausch und näheres Kennenlernen und die gemeinsame Verbundenheit im Nest hautnah erleben. Zwölf TeamleiterInnen und 26 ModeratorInnen aus den Nestern in Aalen, Berlin, Hamburg, Köln, München, Nürnberg, Saarland, Wiesbaden und Trier reisten am 13. November aus der ganzen Republik in die schöne Hansestadt. Aus der Trierer Zentrale waren nestwärme-Gründerin Petra Moske, Anja Carron (zuständig für Kommunikationsthemen), Dirk Hense (Unternehmenskooperationen), Daniel Bukowsky (Social Media) und Ute Stenkamp (Events und Sponsoren) dabei.

Workshop mit aktuellen Themen  

Bei strahlendem Sonnenschein startete der Samstag um 10 Uhr in den Räumlichkeiten der BNP Paribas Hamburg – direkt am Jungfernstieg mit Blick auf die Binnenalster. Das Wetter sollte zwar nicht halten, aber die Begeisterung trug durch den ganzen Tag.

Maren Heuer, bundesweite Koordinatorin für das Projekt ZeitSchenken, hatte gemeinsam mit KompetenzSchenker und Coach Carsten Holtmann das Programm für den Workshop ausgearbeitet.

Nach einer Vorstellung der Trierer Kernteammitglieder ging es zunächst um die Aufstellung aller Teilnehmer nach ihrer Zugehörigkeit im Nest und Nähe zu Trier im Raum. Hierbei wurde deutlich, dass über 15 Jahre hinweg nestwärme stetig gewachsen ist. Viele sind schon mehrere Jahre lang aktiv, andere gerade frisch dazugekommen.

Petra Moske und Anja Carron stellten dem Plenum dann aktuelle Projekte vor, wie das neue Leuchtturmprojekt „Ambulante Brückenpflege“, mit dem nestwärme im RTL-Spendenmarathon durch Botschafter Mario Götze vertreten ist (siehe separater Bericht) und das Projekt „Resilienzbegleiter“, mit dem nestwärme ein professionelles Schulungsangebot innerhalb einer Akademie aufbauen wird. Weitere Themen dieser Akademie werden Angebote zu Inklusion und Herzensbildung sein.

DSC03093Dirk Hense präsentierte dann den neuen Online-Shop, der seit kurzem nestwärme-Jacken und -Shirts in verschiedenen Farben und Ausführungen anbietet (siehe separater Bericht). 15 % des Verkaufspreises gehen direkt an nestwärme. Wie die Kleidung in echt aussieht, zeigten fünf Teilnehmerinnen mit einer spritzigen Modeschau.

Die Ergebnisse von zwei Studien über das ZeitSchenker-Netzwerk insbesondere zu Familienpaten und betreuten Familien wurden im Anschluss präsentiert. Begleitet wurden die Studien von der Universität Trier. Sie dienen vor allem Fragestellungen zur Qualitätssicherung und Weiterentwicklung des Projekts ZeitSchenken und zu Zufriedenheit und Wirkung bei den Familien. Interessierte können sich direkt bei Petra Moske oder Dirk Hense in Trier näher darüber informieren.

Von diesen Studien zur Hirnforschung: Carsten Holtmann lud im Anschluss daran zu einer Reise in die Funktionsweise des menschlichen Gehirns ein und legte dar, dass Veränderungen nachhaltig nur dann möglich sind, wenn sie mit positiven Gefühlen und aktivem Tun verknüpft werden.

ad pm hhEin weiteres wichtiges Thema folgte durch Petra Moske und Anja Carron zur Weiterentwicklung des Projekts ZeitSchenken und seiner langfristigen Finanzierungsmöglichkeit. „Es wird zunehmend schwieriger, die Struktur für das Projekt im Hintergrund aufrechtzuerhalten“, sagte Petra Moske. „Deshalb sind wir auf der Suche nach neuen Ansätzen der Finanzierung.“ Und hier bietet das Pflegestärkungsgesetz einen neuen Ansatz, den es im Nest hinsichtlich seiner Umsetzbarkeit näher zu analysieren gilt: die „Niedrigschwellige Betreuungspauschale“ der Pflegeversicherung.

Zum Schluss des Workshops wurde es dann noch einmal „handfest“. Maren Heuer freute sich, den Nestern den neuen Leitfaden für die Medien zum ZeitSchenker-Projekt vorstellen zu können: Ein Handbuch zur systematischen und einheitlichen Übergabe der für das Projekt notwendigen Unterlagen, Formblätter, Flyer und Einsatzdokumente für die verschiedenen Teilnehmer – ein weiterer wichtiger Schritt

zur Qualitätssicherung.

Lustiger Abend mit der Band Rükkenwind

Nach so viel Information durfte sich die Gruppe auf das Abendprogramm freuen. Bis zur Abfahrt um 19 Uhr in einem roten Doppeldeckerbus am Jungfernstieg wusste jedoch niemand, was ihn erwartete. Denn die Jungs der Hamburger Band Rükkenwind (siehe separates Porträt) hatten die Planung übernommen. Und so war die Überraschung perfekt und das Gelächter groß, als „Fiete“ (René von Hagen), ein etwas tumber Stadtführer mit dicken Brillengläsern und Prinz-Heinrich-Mütze, die 1,5-stündige Stadtrundfahrt nach hanseatischer Manier moderierte. Vom Rathausplatz ging es zum Hafen, in die Speicherstadt und Hafen City. Hier stieg Fietes Bruder „Hein“ (Thorben Korn) mit Kapitänsmütze, Ölzeug und Akkordeon dazu, und stimmte die ersten Shanties an. Weiter ging es nun zum Hauptbahnhof, St. Georg, zur Alster und über Harvestehude (das mit seinen Prachtbauten beeindruckte), den Park Planten un Bloomen endlich bis zur Reeperbahn, wo Fiete die Gruppe über den Kiez und die Neue Freiheit führte, während Hein stilecht „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins“ spielte. Nach einem Fischbrötchenstopp mit Wasser und Kümmel, spielte der dritte Mann von Rükkenwind, Christian Penno, schließlich drei Lieder der Band, bevor sich die Jungs auf Hamburgisch in die Nacht verabschiedeten. „In Hamburg sacht man Tschüss.“

Fazit: Mehr davon!

„Es war schön, sich einmal von Angesicht zu Angesicht zu sehen, Gesichter zu Namen zu bekommenen und miteinander ins Gespräch zu kommen“, freute sich eine Moderatorin aus dem Saarland und sprach damit allen aus dem Herzen. „Gerne wieder und gerne mehr davon!“

Auch Maren Heuer und Petra Moske waren sehr zufrieden. „Es ist unglaublich wichtig, sich persönlich kennen zu lernen, in die Augen zu schauen, über aktuelle Themen zu sprechen und so das Gemeinschaftsgefühl zu stärken“, so Maren Heuer. „Mit dem Wunsch der Teilnehmer nach weiterer Qualifizierung über dieses Wochenende hinaus – besonders im Bereich Kommunikation und Gesprächsführung – haben sie offene Türen bei uns eingerannt. Er wurde gehört und wird erfüllt. Versprochen!“

„Diese große Gruppe zu erleben, ist sehr berührend und macht mich unglaublich stolz. Denn ohne diese MitMacher wäre unsere Vision und eine Zukunft von nestwärme nicht möglich“, ergänzte Petra Moske.